Niederwünsch (Ortsgeschichte)                                     

Schwarzbachtal

Westlich von Merseburg, wechselnde Kreiszugehörigkeit


Allgemeine Information

Geographische Lage

östl. L. 11° 
nörd. Br. 51° 
GOV-Kennung WUNSC2JO51VI

Politische Einteilung

heute zu  zusammen mit Oberwünsch, zu Mücheln

Gemeinden Wohnplätze Vorwerke ...

   
Einwohner (1933) 415
Einwohner (1939) 390

Zum Ort 

Die überwiegend evangelische Bevölkerung von Wünsch besucht den Gottesdienst entweder in der Sankt-Johannis-Kirche von Oberwünsch, oder der Sankt-Nikolai-Kirche von Niederwünsch. Die Tatsache, dass zwei evangelische Kirchen vorhanden sind begründet sich vor allem aus der geschichtlichen Trennung beider Ortsteile. Alle katholischen Einwohner hingegen halten den Gottesdienst in Langeneichstädt ab.

Die Gemeinde Wünsch setzt sich aus den beiden ursprünglich unabhängigen Ortsteilen Nieder- und Oberwünsch zusammen. Dies und die Lage an der Kreisgrenze zwischen Merseburg und Querfurt bedingte die getrennte Verwaltung. Niederwünsch gehörte zum Kreis Merseburg, Oberwünsch zum Kreis Querfurt. Erst nach der Gebietsreform 1952 kam Oberwünsch zum Kreis Merseburg. Damit wurde der Zusammenschluß der beiden Wünscher Ortsteile möglich. Beide Ortsteile besitzen ihre eigene Kirche, was ihre ursprüngliche Eigenständigkeit nur noch deutlicher macht. Seit dem 1.Januar 2006 ist Wünsch ein Ortsteil der Stadt Mücheln (Geiseltal).

An das Gemeindegebiet Wünsch grenzt im Norden die Gemarkung Schafstädt, im Osten Klobikau, im Süden Oechlitz und Mücheln und im Westen Langeneichstädt. Die Höhe der Ortslage Oberwünsch wird mit 124 m über NN angegeben, Niederwünsch liegt auf 128 m über NN. Als wichtigstes Fließgewässer durchquert die Schwarzeiche aus westlicher Richtung kommend die Gemarkung Wünsch und mündet im Osten von Milzau in die Laucha. Teilbereiche entlang des Baches wurden inzwischen zur Wasserschutzzone erklärt. Westlich der Ortslage Oberwünsch entstand durch den Sandabbau eine Mulde, die sich teilweise mit Wasser gefüllt hat und als Biotop in ihrer Form erhalten bleiben soll. Zur aktuellen Löschwasserversorgung besitzen beide Gemeindeteile Dorfteiche.

Die Gemeinde Wünsch als ländliches Dorf ist eine gewachsene Siedlung mit eigener Entwicklung und Geschichte. Das überlieferte Ortsbild zu erhalten und es gab auch ein Programm zur Dorferneuerung in den Jahre 1993 bis 1998. Die bisher realisierten Maßnahmen haben wesentlich das Ortsbild positiv beeinflußt und zur Verbesserung des Wohn- und Lebensraumes in der Gemeinde beigetragen. So wurden Straßen und Gehwege saniert, markante Punkte bzw. Plätze im Dorf, die eine geschichtliche Bedeutung haben, neu gestaltet und auch neue Plätze geschaffen.

Genealogische und historische Quellen

Soweit noch erhalten befinden sich Kirchenbücher und Zivilstandsregister (älter als 100 Jahre) zumeist im Kirchenarchiv in Magdeburg

Kirchenbücher

ev.1612-1894 

Zivilstandsregister

 

Andere Quellen

(Quelle Wikipedia, Genwiki)


Erstellt von St.Bruns, Berlin