Niederwünsch (Ortsgeschichte)

Schwarzbachtal
Westlich von Merseburg, wechselnde Kreiszugehörigkeit
Allgemeine Information
Geographische Lage
Politische Einteilung
| heute zu |
zusammen mit Oberwünsch, zu Mücheln |
Gemeinden Wohnplätze Vorwerke ...
| Einwohner (1933) |
415 |
| Einwohner (1939) |
390 |
Zum Ort
Die überwiegend evangelische Bevölkerung von Wünsch besucht den Gottesdienst entweder in der Sankt-Johannis-Kirche von Oberwünsch, oder der Sankt-Nikolai-Kirche von Niederwünsch. Die Tatsache, dass zwei evangelische Kirchen vorhanden sind begründet sich vor allem aus der geschichtlichen Trennung beider Ortsteile. Alle katholischen Einwohner hingegen halten den Gottesdienst in Langeneichstädt
ab.
Die Gemeinde Wünsch setzt sich aus den beiden
ursprünglich unabhängigen Ortsteilen Nieder- und Oberwünsch zusammen. Dies
und die Lage an der Kreisgrenze zwischen Merseburg und Querfurt bedingte die
getrennte Verwaltung. Niederwünsch gehörte zum Kreis Merseburg, Oberwünsch
zum Kreis Querfurt. Erst nach der Gebietsreform 1952 kam Oberwünsch zum
Kreis Merseburg. Damit wurde der Zusammenschluß der beiden Wünscher
Ortsteile möglich. Beide Ortsteile besitzen ihre eigene Kirche, was ihre
ursprüngliche Eigenständigkeit nur noch deutlicher macht.
Seit dem 1.Januar 2006 ist Wünsch ein Ortsteil der Stadt Mücheln
(Geiseltal).
An das Gemeindegebiet
Wünsch grenzt im Norden die Gemarkung Schafstädt, im Osten Klobikau, im
Süden Oechlitz und Mücheln und im Westen Langeneichstädt. Die Höhe der
Ortslage Oberwünsch wird mit 124 m über NN angegeben, Niederwünsch liegt auf
128 m über NN. Als wichtigstes Fließgewässer durchquert die Schwarzeiche aus
westlicher Richtung kommend die Gemarkung Wünsch und mündet im Osten von
Milzau in die Laucha. Teilbereiche entlang des Baches wurden inzwischen zur
Wasserschutzzone erklärt. Westlich der Ortslage Oberwünsch entstand durch
den Sandabbau eine Mulde, die sich teilweise mit Wasser gefüllt hat und als
Biotop in ihrer Form erhalten bleiben soll. Zur aktuellen
Löschwasserversorgung besitzen beide Gemeindeteile Dorfteiche.
Die Gemeinde Wünsch als
ländliches Dorf ist eine gewachsene Siedlung mit eigener Entwicklung und
Geschichte. Das überlieferte Ortsbild zu erhalten und es gab auch ein
Programm zur Dorferneuerung in den Jahre 1993 bis 1998. Die bisher
realisierten Maßnahmen haben wesentlich das Ortsbild positiv beeinflußt und
zur Verbesserung des Wohn- und Lebensraumes in der Gemeinde beigetragen. So
wurden Straßen und Gehwege saniert, markante Punkte bzw. Plätze im Dorf, die
eine geschichtliche Bedeutung haben, neu gestaltet und auch neue Plätze
geschaffen.
Genealogische und historische Quellen
Soweit noch erhalten befinden sich Kirchenbücher und Zivilstandsregister (älter
als 100 Jahre) zumeist im Kirchenarchiv in Magdeburg
Kirchenbücher
ev.1612-1894
Zivilstandsregister
Andere Quellen
(Quelle Wikipedia, Genwiki)
Erstellt von St.Bruns, Berlin