
Auf der Ebene nördlich von Langeneichstädt fand um 575 wahrscheinlich eine Schlacht zwischen Sachsen und Ansäßigen statt, welche erstere gewannen. Das Land war zwar schon einige Jahrzehnte sächsisch und es siedelten hier wohl auch schon einige Sachsen, aber erst nach dieser Schlacht war die Landschaft auch dauerhaft sächsisch geprägt.
Langeneichstädt wird erstmalig im Jahre 788 im Hersfelder Zehntverzeichnis als „Ehstat“ erwähnt. In diesem wichtigen Dokument ist besonders die Erkenntnis von Bedeutung, dass eine Zugehörigkeit zu Querfurt (899 „Curnfurdeburg“, 979 „Cornfurdeburg“) nicht bestätigt werden kann. Vermutlich ist der Ort mit dem Namen „Ehstat“ im südlichen Hassegau noch sehr viel älter, Der Name wird von der Ortsnamens-Forschung als thüringisch betrachtet, was eine Gründung in die Jahre vor 531 ein ordnet.
Im Jahre 1053 wird der Ort als „Achistide“ erwähnt, 1197 als „Ekstede“ bzw. 1205 und 1275 als Ekenstede. Es gibt im 13.Jh. ein regional bedeutendes Adelsgeschlecht in Ekenstede. 1320 wird der Ort erstmals als „Eychstede“ erwähnt, 1370 wird Langeneichstädt auch erstmals erwähnt. Die Orte Obereichstädt, Niedereichstädt, Markeichstädt werden erstmals 1467 urkundlich erwähnt.
In den Jahren vor 1378 muss der Ort dann unter die Herrschaft Edlen von Querfurt geraten sein, denen man nun den Zins schuldete. 1541 zahlt man den Zins an das Kloster Sittichenbach. Nichts alles Land gehört in dieser Zeit Ortsansäßigen, vor allem durch Erbschaften gerät immer wieder Land an Auswärtige. So besitzt 1254 die Pfarrkirche von Schraplau Land in Eichstädt und 1589 hat das Kloster Reinsdorf bei Nebra viel Besitz im Ort und betreibt hier gar eine eigene Gerichtsstätte.
1465 entsteht die Sage vom Römischen Rain durch Conrad Bornhake. 1539 erfolgte die Einführung der Reformation, Gregorius Pfeiffer ist anschließend der erste evangelischer Pfarrer im Ort. Erstmalig wird 1751 in den Kirchenbüchern eine Scheidung erwähnt.
Im Jahre 1753 werden Markeichstädt und Niedereichstädt vereinigt. In den Kirchenbüchern von Niedereichstädt wird zuvor oft eine nahe gelegene Ortschaft als Oberdorff bezeichnet, es ist anzunehmen das damit Markeichstädt gemeint ist. Um 1800 wird wieder ein Ortsteil Markteichstädt gebildet.
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